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| Jul 12 |
Dreamteam Burton und ElfmanEine der kreativsten Kollaborationen im Bereich Regie und Filmmusik waren und sind sicherlich jene zwischen Tim Burton und Danny Elfman. Genauso wie das Team Burton und Johnny Depp findet es immer wieder in seinen Filmen zueinander. Egal wen man von den Dreien befragt, als Antwort bekommt man, das es einfach daran läge, das man sich blind verstehe und einfach weiß was der andere für ein Ergebnis von einem erwarte, ein eingespieltes Team eben, das mittlerweile im aktuellen Film “Alice in Wonderland” (Kinostart voraussichlich 2010) zum elften mal miteinader arbeitet. Die Ergebnisse sprachen jedenfalls immer für sich, denn ein Großteil der Filme von Burton leben regelrecht zusätzlich auf durch die Kompositionen von Elfman. Danny Elfman war bereits Sänger und Songwriter der New-Wave-Rock-Band Oingo Boingo, welche sich 1972 durch Dannys Bruder Richard unter dem Namen “The Mystic Knights of the Oingo Boingo” gründete. Richard widmete sich dann bereits 1980 der Filmerei. Den Score für den ersten Film von Richard (Forbidden Zone, 1983) schrieb dann Danny mit den Mystic Knights, von denen Burton ein großer Fan gewesen war. Neben seinen immer häufiger werdenden Soundtrack Engagements hielt Danny diese Band, die dann ab 1994 nur noch Boingo hieß, bis 1995 aufrecht. Bereits in jungen Jahren widmete sich der Sohn eines Lehrers und einer Schriftstellerin lieber in seinem Zimmer seinen Schallplatten und Filmpostern, als es seinen Klassenkameraden gleichzutun und sich unter der Sonne von Los Angeles zu bräunen. Inspirieren ließ er sich immer von den Komponisten des frühen Hollywood wie Max Steiner, Nino Rota und Bernard Herrmann. Tim Burtons Figuren sind oftmals ein Abbild seiner selbst, sie sind einsam, geben sich ihren eigenen Fantasien hin und geraten durch die Verwirklichung dieser oftmals in den Konflikt mit ihrer Umwelt. Die Reaktionen sind Unverständnis bis hin zu Hass. Burton sieht seine Arbeiten ebenfalls als eine Art autobiographische Projekte. Oft sehen seine Protagonisten ihm auch äußerlich recht ähnlich. Burton zeichnete bereits als Kind gern, bekam ein Disney-Stipendium und bald darauf auch eine Anstellung in dem Studio als Animator. Sein Regiedebut war 1982 der Kurzfilm “Vincent” eine Hommage an ein Idol Burtons, den Schauspieler Vincent Price, der in diesen Animationsfilm auch der Erzähler ist. Anschließend drehte er bei Disney den Kurzfilm “Frankenweenie” (1984), seine ganz eigene Version des Frankenstein-Mythos. Nicht unerwähnt sollte der Bruch bleiben, der nach diesem Film erfolgte. Burton arbeitete für “Ed Wood” (1994) mit Howard Shore zusammen und holte Elfman erst wieder für “Mars Attacks” (1996) an Bord. Allerdings war neben “Sweeney Todd” (2007) dies das einzige mal das sie nicht zusammen arbeiteten. |