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Jahrhundert-Gangster


Durch die Verwirklichung von “Public Enemies” hat sich Regisseur Michael Mann in ein Genre begeben, was in der heutigen Kinolandschaft nur noch selten zu finden ist, der Gangster-Film. Dabei meine ich nicht jene “8 Mile” oder “Get rich or die tryin’” Rapper-Versionen der Gegenwart sondern solche, die sich mit der dunklen Periode der amerikanischen Geschichte auseinandersetzen. Stichworte wie Weltwirtschaftskrise und Prohibition, die die Grundlage für diese Art von Filme bildet. Viele die sich mit diesem Genre befassen und es lieben sagen, dass die Filme aus den 20er/30er Jahren jene sind, die die Atmosphäre der Zeit am getreusten wiederspiegeln und deshalb die besten des Genres sind. Doch gehen wir einmal rückwärts und stellen einige Beispiele der letzten Jahre und vergangenen Jahrzehnte vor.
Den letzten größeren Film aus dem Jahr 2002 stellt in dieser Hinsicht wohl “Road to Perdition” dar. Ein Film der durch die Schauspieler Tom Hanks, Jude Law und Paul Newman besticht aber leider etwas zu nüchtern erzählt wird. Davor, aus dem Jahr 1996, “Last man standing” mit Bruce Willis und Christopher Walken. Sicherlich ein Action-Film den Walter Hill auf Willis zugeschnitten hat, der aber gleichzeitig Gangster-Film ist und wie ein Leone-Western wirkt.

Als nächstes haben wir da “Miller’s Crossing” aus dem Jahr 1990 mit Gabriel Byrne und John Turturro, Regie führten die Coen-Brüder.

Brian de Palmas “Die Unbestechlichen” von 1987 wartet mit einem Schauspielerensemble auf, dass den Film trägt. Kevin Costner machte der Film damals zum Star und Sean Connery brachte er seinen bis heute einzigen Oscar als bester männlicher Nebendarsteller ein. Außerdem besonders herausragend, Robert De Niro als Al Capone.

Aus dem Jahre 1984 haben wir Sergio Leones “Es war einmal in Amerika”, der damit seine Amerika-Trilogie abschloss und auch sein letzter Film insgesamt war. Mit dabei Robert De Niro, James Woods und Joe Pesci. Dieser Film ist ein echtes Epos, dass in verschachtelter Form einen Zeitrahmen von 1922 bis 1968 behandelt. Es gibt verschiedene Versionen dieses Films und in Amerika sogar eine, die die Geschichte in chronologischer Abfolge erzählt, weil man fürchtete, das das amerikanische Publikum mit den Zeisprüngen nicht zurecht käme.

Einer der Klassiker von 1967 ist natürlich “Bonnie and Clyde” von Arthur Penn. In den Hauptrollen Warren Beatty, Faye Dunaway und Gene Hackman. Dieser Film ist besonders bekannt durch einen der heftigsten Shootouts der Filmgeschichte.

Zum Schluss möchte ich noch “Die wilden Zwanziger” von 1939 und “Scarface” von 1932 erwähnen. Am ersten Film ist besonders, dass er viele Szenen enthält, die wie Reportagen aus Wochenschauen wirken und damit dem Film einen dokumentarischen Stil und realitätsnähe verleihen. Von Scarface kennen die meisten das Remake von Brian De Palma mit Al Pacino. Die alte Version besticht durch eine für die Zeit recht unübliche Geschwindigkeit und Intensität. Howard Hughes, Regisseur und Produzent, musste damals Zugständnisse aufgrund der rohen Gewaltdarstellung machen, bevor der Film in die Kinos durfte.

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