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Nosferatu mit Livemusik


Wer kennt ihn nicht, den bleichgesichtigen Blutsauger aus Transylvanien. Aus unzähligen Verfilmungen ist er uns bekannt, wo er von namhaften Schauspielern wie Bela Lugosi, Christopher Lee oder Gary Oldman verkörpert wurde. Am 12.01.2010 gibt es allerdings die Möglichkeit sich DEN Klassiker aus dem Bereich der Dracula-Verfilmungen, mit spezieller Livemusik untermalt, im Kino anzusehen. Das Babylon in der Rosa-Luxemburg-Str. 30 zeigt die erste Adaption des Buches von Bram Stoker um 20 Uhr. Die Musik ist von Carsten-Stephan Graf von Bothmer, einem Künstler, der sich in seinem Genre bereits einen Namen mit seinen fesselnden Vorstellungen und Kombinationen aus Themen der klassischen und modernen Musik gemacht hat.

Handlung:
Ein Chronist berichtet, wie im Jahr 1838 die Pest in die Hafenstadt Wisborg kam: Der Häusermakler Knock bekommt von einem Graf Orlok aus den Karpaten den schriftlichen Auftrag, für ihn ein Haus in Wisborg zu suchen. Der Makler beauftragt seinen jungen Mitarbeiter Thomas Hutter, zu Orlok zu reisen und ihm das halbverfallene Haus gegenüber Hutters Wohnung anzubieten. Hutters junge Frau Ellen reagiert voll Sorge und mit dunklen Vorahnungen auf die Reisepläne ihres Mannes. Hutter gibt seine Frau in die Obhut seines Freundes, des Reeders Harding, und macht sich auf den Weg. Graf Orlok ist nicht minder unheimlich als seine Behausung, eine hagere, kahlköpfige Gestalt. Ein Nachtmahl ist für Hutter bereitet. Nach einer Nacht in schwerem Schlaf erwacht Hutter mit zwei Bissmalen an seinem Hals. Als Graf Orlok am folgenden Abend zufällig das Bildnis von Hutters Frau Ellen in einem Medaillon erblickt, nimmt er sofort Hutters Angebot an und unterschreibt unbesehen den Kaufvertrag. Hutter ahnt, dass er damit das Verhängnis in seine Heimatstadt eingeladen hat.

Der Regisseur Friedrich Wilhelm Murnau hatte 1922 nicht die Rechte an dem Stoff erhalten und deshalb war es die erste und auch unauthorisierte Leinwandversion. Der Film sollte zunächst vernichtet werden, jedoch überlebte er mit offensichtlichen Änderungen im Inhalt und in unzähligen Schnittversionen. Auch heute ist er in mehreren restaurierten Fassungen erhältlich.

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